Im Interview: Lara Lendenmann Teilhaberin von OleaFlorens

14.05.2019

Mein Partner Thomas Bühlmann und ich haben uns nach vielen Jahren in der Finanz- und Unternehmensberatungsbranche eine längere Auszeit gegönnt. Dabei waren wir auch mehrere Monate in Südeuropa, wo wir uns intensiv mit dem Thema Olivenöl beschäftigten. Wir haben viele Produzenten besucht, selber als Erntehelfer gearbeitet und Seminare besucht.

Zurückgekommen in die Schweiz sind wir mit einem Business-Konzept im Gepäck, rund um das Thema hochwertiges Olivenöl. Nach reiflicher Überlegung haben wir unseren früheren Jobs den Rücken gekehrt und unsere Ideen mit Olea Florens realisiert. Dabei verkaufen wir nicht nur Olivenöl, sondern bieten auch Olivenöl-Degustationsevents und Olivenhain Beteiligungen an.

Welche Kundensegmente sprechen Sie mit Ihren Produkten an?

"Bei unseren Olivenhain-Beteiligungsprodukten gibt es Modelle mit ganz unterschiedlichen Ertragsmengen, womit diese sowohl für Private wie auch für Firmen interessant sind.
Unsere Olivenöl-Events sprechen Firmen und Organisationen an, welche auf der Suche nach einem etwas spezielleren Event-Thema sind. Unsere beiden Olivenöle wiederum sprechen Private ebenso an wie Firmen, welche diese als Kunden- oder Mitarbeitergeschenke einsetzen."

Was macht Ihr Olivenöl so Besonders? Was braucht man, um gutes Olivenöl herzustellen?

"Unser Olivenöl gehört zu den weltbesten und dies hat nichts mit uns, sondern mit unserem Partner und Produzenten zu tun. Er gehört zu den anerkanntesten Koryphäen für die Produktion von hochwertigen Olivenölen und die Liste internationaler Auszeichnungen ist fast endlos. Die Hauptfaktoren für die Produktion von Qualitätsolivenöl sind die Ernte von frischen, nicht allzu reifen Früchten, die schnellstmögliche Verarbeitung der geernteten Früchte und die Olivenmühle als solche. Eine Top Mühle arbeitet prozess- & temperaturgesteuert, kontrolliert genau wann wo wieviel Luft Einfluss auf den Olivenbrei nehmen kann und legt grossen Wert auf
Sauberkeit und Hygiene."

Man liest viele Horror-Stories über ranziges oder gar gefälschtes Olivenöl. Was sind die Qualitäts-merkmale, auf die man achten sollte?

"Leider kann ein gutes von einem schlechten Olivenöl von aussen auf der Flasche respektive dem Etikett nicht unterschieden werden. Überall steht Extra Vergine etc. drauf, obwohl die Qualitätsunterschiede gewaltig sind und mindestens 95% der Produkte die gesetzliche Vorgabe für Extra Vergine, sensorisch fehlerfrei zu sein, NICHT erfüllen. Produkte, welche auf dem Etikett deklarieren, aus welchem Erntejahrgang das Öl produziert wurde, haben zumindest ein gewisses Qualitäts- und Transparenzverständnis. Letztlich muss man aber ein Olivenöl degustieren, um sich ein Qualitätsurteil machen zu können."

Wie erkenne ich als Kunde ein gutes Olivenöl? Wie darf Olivenöl auf gar keinen Fall schmecken?

"Ein hochwertiges Olivenöl riecht frisch und nach eher grünen Tönen wie rohe Artischocke, grüne Tomate oder frischgeschnittenes Grass. Im Gaumen muss ein gutes Olivenöl eine gewissen Bitterkeit und Schärfe haben und geschmacklich wieder diesen grüntonigen Charakter aufweisen. Klassische Fehlnoten sind unfrische dumpfe Noten, leim- und essigartige Töne, Ranzigkeit oder süssliche Gerüche nach Cassis. Es gibt Olivensorten, welche moderat bitter und scharfe Öle ergeben. Richtig milde Olivenöle ohne jede Bitterkeit und Schärfe haben schlicht nichts mit frischen Oliven zu tun,
deren Fruchtfleisch nämlich immer bitter und scharf ist, weshalb sich dieser Charakter auch im Öl widerspiegeln muss."    

Was ist Ihr ganz persönliches Lieblingsgericht mit OleaFlorens Olivenöl...würden Sie es uns
verraten?

"Sich auf ein einziges Gericht beschränken zu müssen fällt schwer. Aber eine frische Burrata oder ein Büffelmozzarella nur mit etwas frischem, würzigen Olivenöl gehört sicher zu den Favoriten und Klassikern. Wer den Überraschungseffekt mag, sollte mal eine Kugel Vanilleglace oder ein Panna Cotta mit unserem intensiv fruchtigen Olivenöl probieren."

Freizeit ist ein wichtiges Thema! Wo könnten wir Sie treffen, wenn Sie mal nicht «on Job» sind?

"Am Samstagmorgen am Markt in Luzern beim Einkaufen von Produkten für ein grosses Geköche, im Wald und in den Bergen beim Morcheln oder Steinpilze sammeln oder wenn der Wind stramm bläst am Silvaplaner- oder Neuenburgersee beim Kitesurfen."

Mein Lieblingszitat:

"Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen" (Mahatma Gandhi)


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